2. Männer: SV Motor Zeitz II - SG Könderitz 1948 II 5:1 (2:1)

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Könderitz bietet eine Halbzeit Paroli

An einem windigen, aber auch sonnigem Herbstsonntag, gastierte die Reserve aus Könderitz im vom Laub bedeckten Stadion des SV Motor Zeitz, in der die Kreisklassebegegnung gegen die Motorreserve ausgetragen werden sollte. Motor auf Platz vier, gewillt den Anschluß an die Spitze nicht zu verlieren und Könderitz auf Platz 10, ebenso gewillt, ihr negatives Torverhältniss zu minimieren. Motor schon die dritte Woche nicht in Bestbesetzung, heute jedoch mit Wechselpotential.

Motors erste Chance gleich mit dem gewünschten Erfolg. Eine hereingebrachte Ecke in der 2.Minute, verwertete Abwehrchef Steven Schütz mit dem Oberkörper am langen Pfosten. Ein Auftakt nach Maß. Doch Motor nutzte dieses schnelle Tor nicht. Könderitz über die außen ebenfalls gefährlich und mit einigen sehenswerten Aktionen. Stürmer Max Ott nutzte 6 Minuten später einen Abstimmungsfehler in der Motor-Hintermannschaft aus und schob zum 1:1 ein. Motor davon überrascht, Unsicherheit war daraufhin zu spüren. Dies zeigte sich in einigen Fehlpässen, die Könderitz ins Spiel brachten und oft nur in letzter Instanz am Einschiessen gehindert wurden. Die Zuschauer sahen eine ausgeglichene Partie, Motor zwar mit höherem Ballbesitz, jedoch ohne zwingende Torchance. Könderitz behielt sich vor, Ihr Spiel auf die Konter auszulegen. Nach einer knappen halben Stunde dann ein Aufreger. Einen halbhohen Pass auf den Mittelstürmer Siegfried Sellak, verwandelt dieser in sehr fragwürdiger Abseitsposition. Könderitz protestiert sofort, will man den Stürmer mehrere Meter im Abseits gesehen haben. Schiri Hädrich lässt sich jedoch nicht beirren und gibt das Tor. Motors Stürmer ist auch kurz vor der Pause nochmal Mittelpunkt des Geschehens, als er diesmal eindeutig im Strafraum von den Beinen geholt wird. Wieder gibt es Proteste, die aber erneut nichts bringen. Strafstoß. Steven Schütz soll es regeln. Eigentlich ein Mann mit guten Nerven, doch heute nicht. Seinen Schuss kann der Könderitzer Torwart abwehren. Mit einer knappen, absolut nicht sicheren Führung für Motor, geht es in die Pause.

Diese beginnt ähnlich ausgeglichen wie die erste Halbzeit. Es dauert bis zur 62. Minute, als Flügelläufer Roberto Schaller in den Strafraum eindringt und über das stehengelassene Bein seines Gegenspielers fällt. Wieder will Könderitz kein Foul gesehen haben. Aber auch diesesmal zeigt Schiedsrichter Hädrich auf den Punkt. Ganz gegen die Regel, "der gefoulte sollte nicht selber schießen", schnappt sich Roberto Schaller den Ball und netzt zum 3:1 ein. Damit verschlechterten sich für Könderitz die Chancen auf einen Punktgewinn, jedoch sah man weiterhin eine kämpferische Mannschaft, die sich nicht aufgab. Trotz schwindender Kräfte, die Motor mit frischen beinen kompensierte, musste man weiterhin konzentriert agieren, um nicht in Konter der Könderitzer zu laufen. Das schönste Tor des Tages erzielte Steve Braun, dessen angeschnittener Schuss aus ca. 25 Metern genau im Winkel landet. Unhaltbar für den ansonsten gut haltenden Schlussmann der Könderitzer. Den Schlusspunkt setzt Tino Lai kurz vor Abpfiff. Sein Schuß fliegt gegen das Bein eines verteidigenden Könderitzers und landet erneut unhaltbar im Tor.

Fazit: Ein eher schwächer geglaubter Gegner entpuppt sich über Strecken als ernstzunehmender Gegner. Motor zunächst überrascht, behält die Konzentration und damit den Sieg fest.

Tore: 1:0 S. Schütz(2.), 1:1 M. Ott(8.), 2:1 S. Sellak(33.), 3:1 R. Schaller(62.), 4:1 S. Braun(70.), 5:1 T. Lai(89.)

Motor: Rosick, Schütz, Bergner, Braun, Metzsch, Effertz(46. Gerling), Schaller, Lai, Bromberg, Temo(70. Schumacher), Sellak(78. Klotz)


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