Harte Gangart im Streit um die Geschäftsstelle
VON BIRGER ZENTNER
Während die protestierenden Vereine beklagen, dass mit ihnen nicht gesprochen werde und dass es keine Abstimmung gegeben habe, ist der Vorstand des Kreisverbandes der Meinung, dass man alles ausführlich besprochen habe. „Am 12. Januar fand in der Zeitzer Geschäftsstelle eine Beratung mit allen Beteiligten statt, in der die Schließung der Zeitzer Geschäftsstelle ausführlich erörtert und diskutiert wurde“, steht in der Pressemitteilung des Vorstandes. Am 24. Januar habe die Schließung auf der Tagesordnung der KFV-Vorstandssitzung gestanden. Dort sei mit Zeitzer Beteiligung (Roland Thieme) über die „weitere Vorgehensweise ein Maßnahmekatalog beschlossen“ worden. Die Zeitzer Sportfreunde hätten ihre Mitarbeit angeboten.
Ein zusätzlicher Streitpunkt ist, die beabsichtigte Einführung des digitalen Spielberichtssystems, wie es das schon in der Kreisoberliga gibt. Man solle lieber in den Nachwuchs investieren als in Computer, meinen die Vertreter der protestierenden Vereine. Sie beklagen außerdem, dass die Begründung, die Zeitzer Geschäftsstelle aus finanziellen Erwägungen schließen zu wollen, nicht ziehe. „Jeder Verein zahlt cirka 1 000 Euro pro Jahr“, heißt es in der Pressemitteilung. Beim Zusammenschluss im Zuge der Kreisfusion sei versprochen worden, die Zeitzer Geschäftsstelle zu erhalten, daran solle man sich nun messen.
Kompromissangebot
Aus Sicht von Ron Schlehahn, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB), ist noch immer ein Kompromiss möglich. In der Geschäftsstelle des KSB sei es weiter möglich, die Sprechtage für die Fußball-Ehrenamtler dienstags und freitags abzuhalten. „Zumindest bis Jahresende, darüber hinaus auch, wenn wir weiter die Räume von der Stadt Zeitz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen“, erklärt Schlehahn. Insofern würde sich für die Beziehung zwischen Kreisfachverband und Vereinen der Zeitzer Region kaum etwas ändern.
