16. April 2024

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Harte Gangart im Streit um die Geschäftsstelle

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logo_mz_webVON BIRGER ZENTNER

ZEITZ/MZ. Im Streit zwischen dem Kreisfachverband Fußball (KFV) und den Vereinen im Regionalbereich Zeitz um die Schließung der Geschäftsstelle des Verbandes in der Stadt scheinen sich die Fronten zu verhärten. In einer Pressemitteilung, die Vertreter von 14 Vereinen aus der Region Zeitz unterschrieben haben, wird damit gedroht, sich “andere Schritte zu überlegen, wie wir unserem Hobby weiter nachgehen können”. Was damit genau gemeint ist, wird nicht gesagt. Aber denkbar wäre zum Beispiel, einen Teil des Spielbetriebs in eine Hobbyliga außerhalb des Fußballverbandes zu verlagern.

Aus dem Kreisfachverband kommen ebenfalls harte Töne. Man sei enttäuscht über die Ankündigung einiger Staffeleiter, von ihren Funktionen zurückzutreten, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Vorstand werde sich nicht erpressen lassen, mit Mehrheit gefasste Beschlüsse müssten von allen Beteiligten akzeptiert und umgesetzt werden, erklären der geschäftsführende Vorstand des Kreisfachverbandes und der Geschäftsführer des Kreissportbundes nach einem Treffen. Etwas versöhnlicher klingt dagegen, dass sich der Vorstand mit den Rücktrittswilligen in den nächsten Tagen an einen Tisch setzen will. Immerhin sei in der Region Zeitz “in den vergangenen Jahren eine ordentliche Arbeit geleistet worden”, heißt es. Erörterungstermine

Während die protestierenden Vereine beklagen, dass mit ihnen nicht gesprochen werde und dass es keine Abstimmung gegeben habe, ist der Vorstand des Kreisverbandes der Meinung, dass man alles ausführlich besprochen habe. “Am 12. Januar fand in der Zeitzer Geschäftsstelle eine Beratung mit allen Beteiligten statt, in der die Schließung der Zeitzer Geschäftsstelle ausführlich erörtert und diskutiert wurde”, steht in der Pressemitteilung des Vorstandes. Am 24. Januar habe die Schließung auf der Tagesordnung der KFV-Vorstandssitzung gestanden. Dort sei mit Zeitzer Beteiligung (Roland Thieme) über die “weitere Vorgehensweise ein Maßnahmekatalog beschlossen” worden. Die Zeitzer Sportfreunde hätten ihre Mitarbeit angeboten.

Ein zusätzlicher Streitpunkt ist, die beabsichtigte Einführung des digitalen Spielberichtssystems, wie es das schon in der Kreisoberliga gibt. Man solle lieber in den Nachwuchs investieren als in Computer, meinen die Vertreter der protestierenden Vereine. Sie beklagen außerdem, dass die Begründung, die Zeitzer Geschäftsstelle aus finanziellen Erwägungen schließen zu wollen, nicht ziehe. “Jeder Verein zahlt cirka 1 000 Euro pro Jahr”, heißt es in der Pressemitteilung. Beim Zusammenschluss im Zuge der Kreisfusion sei versprochen worden, die Zeitzer Geschäftsstelle zu erhalten, daran solle man sich nun messen.

Kompromissangebot

Aus Sicht von Ron Schlehahn, Geschäftsführer des Kreissportbundes (KSB), ist noch immer ein Kompromiss möglich. In der Geschäftsstelle des KSB sei es weiter möglich, die Sprechtage für die Fußball-Ehrenamtler dienstags und freitags abzuhalten. “Zumindest bis Jahresende, darüber hinaus auch, wenn wir weiter die Räume von der Stadt Zeitz kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen”, erklärt Schlehahn. Insofern würde sich für die Beziehung zwischen Kreisfachverband und Vereinen der Zeitzer Region kaum etwas ändern.

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