25. Mai 2024

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Sorgenfalten in Vereinen

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logo_mz_webNAUMBURG/MZ. Die Querelen um die desolaten Finanzen des Landessportbundes haben auch in den Sportvereinen des Burgenlandkreises zu Kopfschütteln und Besorgnis geführt. Wie der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Ron Schlehahn, gegenüber der MZ sagt, habe er in den vergangenen beiden Tagen Dutzende von Anrufen bekommen. Allein am Mittwochvormittag, unmittelbar nach den Veröffentlichungen der Mitteldeutschen Zeitung, seien es rund 30 gewesen. “Dabei ging es den Sportfreunden vor allem um die Frage, ob ihre Vereine die zugesagten beziehungsweise beantragten Fördermittel auch weiter bekommen”, so Schlehahn.

Er könne nur ausdrücklich sagen, dass die Förderung der Vereine sowie der Kreissportbünde und der Sportinvestitionen auf sicheren Füßen stehen. “Ich kann versichern, dass alle Förderungen an die Vereine und Verbände zu hundert Prozent ausgezahlt beziehungsweise weitergezahlt werden”, erklärt der Geschäftsführer. Das sei ihm auch von Landtagsabgeordneten bestätigt worden. Und er könne das selbst für den Fall einer Insolvenz des Landessportbundes so erklären.

Der Landessportbund war vor zwei Jahren bereits in Schleudern geraten. Ein enormer Schuldenstand von mittlerweile mehr als zehn Millionen Euro, aber auch die Deckungslücken beim Betrieb neu gebauter und erweiterter Einrichtungen wie der Landessportschule Osterburg belasten den Etat des Landessportbundes. Vor zwei Jahren sind daher die Förderrichtlinien des Landes geändert worden. Demnach war nicht mehr die Dachorganisation der Sportvereine im Land diejenige, die die Fördermittel an die Vereine ausreichte. Die finanziellen Transaktionen wurden seither von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt abgewickelt. Schlehahn: “Dieses Verfahren garantiert uns auch, dass es mit der Förderung weitergeht.”

Allerdings hatten die neuen Richtlinien bei den Vereinen dazu geführt, dass laut über das komplizierte Antragsverfahren gestöhnt wurde. “Doch die damalige Kritik des Landesrechnungshofes ließ kein einfaches Abwickeln der Geldflüsse mehr zu”, begründet Schlehahn. Das führte offenbar auch dazu, dass mancher Verein sich mit den Anträgen schwer tat und bis zu zwei Mal angeschrieben werden musste, um ihm die Beantragung der Fördermittel nahezulegen. Letztlich sind aber laut Schlehahn im Zeitraum Juni bis August dieses Jahres rund 150 000 Euro Fördermittel an die Sportvereine im Kreis ausgezahlt worden. In einigen Vereinen ging es dabei je nach Zahl der Mitglieder um bis zu 1 000 Euro für die Vereinskasse.

Dennoch bleibe Unruhe in den Sportvereinen. “In den Vereinsvorständen versteht man nicht, wieso die Konsolidierung der Finanzen des Landessportbundes in den zurückliegenden zwei Jahren nicht beziehungsweise nicht richtig

vorangekommen ist”, schildert Schlehahn den Inhalt der Gespräche in den vergangen beiden Tagen. Kritik gebe es ganz besonders auch deshalb, weil der Landessportbund schließlich unmittelbar mit dem Geld der Sportlerinnen und Sportler arbeite. “Für jedes erwachsene Mitglied führen die Vereine ja 3,50 Euro und für jedes Kind 1,50 Euro pro Monat an den Landessportbund ab”, erklärt der Geschäftsführer.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung

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