29. Mai 2024

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Fußball-Kreisoberliga Hintertürchen öffnet sich

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Kreisoberliga

KreisoberligaNebra/Naumburg – Die Chancen des FC ZWK Nebra, doch noch den Aufstieg in die Landesklasse zu schaffen, könnten sich auf einen Schlag spürbar verbessern. Denn den Unstrutstädtern winken gleich zwei Hintertürchen: ein Sportgerichts-Urteil, das ihnen möglicherweise drei zusätzliche Punkte bescheren wird, und ein eventueller zweiter Aufstiegsplatz für den Burgenlandkreis. Doch der Reihe nach.

Penev und Streit sind die Auslöser

Am vergangenen Sonntag hatten die Nebraer, einigermaßen überraschend, mit 3:5 bei der Reserve des 1. FC Weißenfels verloren. Unnötig allein schon vom Spielverlauf, wie Trainer Jörg Eberlein und Clubpräsident Thomas Knorre übereinstimmend meinten. Doch diese Niederlage kam offenbar irregulär zustande. Denn: Mit Vladimir Penev, der auch einen Treffer erzielte, und Christian Streit hatten die Weißenfelser zwei Akteure ihrer ersten Mannschaft eingesetzt, die erst nach zehntägiger Pause in der zweiten Vertretung hätten auflaufen dürfen. So sieht es die Spielordnung vor; diese Frist gilt an den vier letzten Spieltagen einer Saison. Penev und Streit hatten jedoch acht Tage zuvor im Landesliga-Team des 1. FCW gespielt.

„Deshalb sind wir uns ziemlich sicher, dass wir die drei Punkte aus diesem Spiel am grünen Tisch erhalten werden“, sagt Thomas Knorre. Bis zum 6. Juni können sich die Weißenfelser dazu erklären, und noch vor dem letzten Saisonspieltag (12. Juni) soll das Sportgericht des Kreisfachverbandes Fußball Burgenland (KFV) diesen Fall verhandeln. Entscheiden die Sportrichter zugunsten der Nebraer, würden diese in der aktuellen Tabelle der Kreisoberliga mit nunmehr 40 Punkten auf Platz zwei hinter Wacker Wengelsdorf vorrücken. Auch der Spitzenreiter hatte zuletzt von einem Sportgerichts-Urteil profitiert. Ihm waren die Punkte aus der Partie gegen den 1. FC Zeitz II (0:0) zugesprochen worden. Die Elsterstädter hatten ebenfalls einen Spieler eingesetzt, der nicht hätte auflaufen dürfen.

 

„Noch keine Info vom Verband“

Zum Thema zweiter Aufsteiger aus dem Burgenlandkreis: Seit Tagen kursieren im Internet Gerüchte, dass dieser zweite Landesklasse-Startplatz für unseren Kreis bereits sicher sei. Dem widerspricht der Geschäftsführer des hiesigen KFV, Steffen Deibicht. „Wir haben vom Fußballverband Sachsen-Anhalt bisher keinerlei Informationen zu diesem Thema erhalten. Fest steht nur, dass wir als zweiter Nachrücker für mögliche freie Startplätze in der Landesklasse ausgelost worden sind. Wie viele freie Plätze es letztlich sein werden und wie der FSA diese dann vergibt, steht noch in den Sternen“, so Deibicht gegenüber Tageblatt/MZ.

Wie dem auch sei, ein zweiter Aufstiegsplatz würde die Chancen der Nebraer (und der Bad Kösener, siehe auch „Vorschau“ oben) freilich weiter verbessern. Am morgigen Sonntag, dem vorletzten Spieltag, muss das ZWK-Team aber erst einmal seine Hausaufgaben machen und Motor Zeitz bezwingen. Die Elsterstädter sind aktuell Tabellenzweiter, liegen zwei Punkte hinter Spitzenreiter Wacker Wengelsdorf. Noch vor drei Spieltagen hatte kaum jemand die Zeitzer im Titelrennen auf dem Zettel gehabt. Da betrug der Rückstand der Motor-Kicker zu Rang eins noch satte acht Zähler. Aber dann stolperten bekanntlich die vor ihnen liegenden Mannschaften um die Wette, und Motor selbst holte die volle Ausbeute von neun Punkten.

Quelle: Naumburger Tageblatt

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