16. April 2024

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Ausschreitungen sollen verhindert werden

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Von Joachim Beyer
Um Randalen auf Fußballplätzen zukünftig vorbeugen zu können, sollen unter anderem Risikospiele im Vorfeld der Polizei gemeldet werden, sodass Beamten für den Notfall einsatzbereit sind.

Droyssig/MZ.

„Es werden Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um Randalen auf Fußballplätzen im Kreis vorzubeugen.

Von uns eingeschätzte Risikospiele im Kreismaßstab werden der Polizei gemeldet.“ Das sagte bei der Regionalauswertung des Kreisfachverbandes Fußball des Bereiches Zeitz Lothar Pietsch. Er ist im Fußball-Kreisfachverband Burgenland der Vizepräsident im Wettkampfbetrieb. Beamte würden zwar nicht vor Ort auf Sportplätzen eingesetzt, stünden aber in Bereitschaft. Pietsch: „Randalierer haben auf den Sportplätzen nichts zu suchen. Das Wichtigste dort ist die Sicherheit.“ Fans, Schiedsrichter und Spieler sollten mit ihrem Verhalten dazu beitragen, dass die Fußballspiele zur Erholung und Freude aller Beteiligten beitragen.

Ausschreitungen in verschiedenen Spielklassen

Pietsch sagte das auf der Tagung im Droyßiger Sportlerheim mit Fußballverantwortlichen der Vereine aus dem ehemaligen Kreis Zeitz. In punkto Sicherheit habe es in der Hinrunde erschreckende Nachrichten gegeben. Ausschreitungen hätte es nicht nur in den höheren Spielklassen gegeben. Schreckliche Szenen spielten sich in Sachsen-Anhalt sogar in untersten Staffeln im Kreismaßstab ab. Schiedsrichter wurden von Spielern schwer verletzt, so dass diese teils sogar im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Burgenlandkreis gab es zwar nicht so gravierende, aber dennoch schlechte Beispiele. In Naumburg wurden außerhalb eines Spiels Schlägereien zwischen den Fans des Naumburger BC und 1. FC Freyburg angezettelt. Die Polizei griff ein. In Molau musste ein Kreisklassenspiel zwischen den Gastgebern und Freyburg II abgesagt werden. „Sogenannte Fans, die keine sind, hatten sich aus Jena angemeldet und Randale angekündigt“, so Pietsch. Pyrotechnik wurde auch bei Fortuna Kayna angewandt. „All das Negative, was auf den Sportplätzen passiert, ist auch ein Problem der Gesellschaft“, sagte in der Diskussionsrunde der Theißener Holger Küchler.

Vorbildfunktion muss eingenommen werden

„Wir müssen im Vorfeld verhindern, dass es zu Ausschreitungen kommt“, so der Vizepräsident des KFV Fußball Burgenland Pietsch. Das ginge schon auf der Bank los. Trainer und Betreuer sollten gegenüber den Fans eine Vorbildrolle spielen und die Schiedsrichter damit schützen. Von Heimvereinen müssen zudem Ordner eingesetzt werden. Ein Ordnerbuch sei zu führen und dieses müsse mindestens ein Jahr aufgehoben werden. Spiele, in denen Pyrotechnik eingesetzt wird, seien sofort dem Fußballverband zu melden. Strafen für die „Übeltäter“ seien zu erwarten. Die Vereine müssten dafür gerade stehen. „Der Schutz unserer Schiedsrichter steht in Vordergrund“, sagte Pietsch. „Disziplin, Ordnung und Sicherheit müssen auf unseren Spielfeldern durch die Vereine durchgesetzt werden.“

Entzug des Schiedsrichterausweises

Aber auch die Unparteiischen müssten Aufgaben erfüllen und von den eigenen Vereinen dazu angehalten werden. Wer   künftig 15 vorgeschriebene Pflichtspiele pro Saison nicht erfüllt, dem werde der Schiedsrichterausweis entzogen. Ausnahmen bestünden, wenn sie ihr Fehlen durch Arbeit oder Krankheit nachweisen können und sich rechtzeitig bei Schiedsrichteransetzer Jörg Kölbel abmelden.

Elektronische Ansetzung

Schiedsrichter und deren Assistenten werden auch im Kreismaßstab im Burgenlandkreis nur noch elektronisch benachrichtigt, wo sie eingesetzt werden. Das teilte der Zeitzer Schiedsrichteransetzer Jörg Kölbel mit. In der Kreisliga werden ab der Rückrunde Jung-Schiedsrichterassistenten eingesetzt, damit sie sich entwickeln können. Kölbel lobte Heuckewalde und die Droyßiger SG, die junge Unparteiische ausbilden ließen. Die Schiedsrichteranzahl liegt im Bereich Zeitz bei 60. 54 waren es in der Vorsaison. Aber das werde sich zum Saisonende ausgleichen, so Kölbel, da einige ältere Schiedsrichter ausscheiden.

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